Testberichte

blink XT Outdoor

Wir hatten ja bereits das ein oder andere System der Indoorüberwachung hier im Blog im Test. Da man aber gerne auch mal sieht, was denn von außen an den gesicherten Bereich herantritt bevor dieser innen ankommt, haben wir von blink die XT Outdoor Kamera mal genauer unter die Lupe genommen und in der Praxis getestet.

blink XT Outdoor

Facts

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Thema Info
Batterien 2x AA-Lithium-Batterien
Laufzeit 2 Jahre bei normaler Nutzung, bis zu 5 Jahre
Farben schwarz
Maße 7,1 cm x 7,1 cm x 3,4 cm
Video H.264-Kodierung, 1080p
Bild farbig, Auto-Weißausgleich, Auto-Belichtung
Bewegungsmelder PIR-basierte Hardware-Erkennung mit anpassbarer Empfindlichkeit bis zu 6 Metern Entfernung zur Kamera
Betriebstemperatur -20 bis 45 °C
Gewicht 110 g (inklusive 2 AA-Batterien)
Focusbereich Fixfocus
Sichtbereich ca. 110°
Nachtsicht 850 nm Infrarot
Temperatursensor ja
Audio Eingebautes Mikrofon
Schärfeumgebung fixierte Schärfe (3’ bis unendlich)
Preis UVP: 139,00 €
Hinweis Zum Betrieb wird das blink-sync-Modul benötigt (UVP: 79,00 €)

HerstellerbeschreibungOutdoor-Kamera mit Bewegungssensor und robustem, gegen Spritzwasser geschütztem Gehäuse

Verarbeitung

Die beiden Module, welche wir für den Test erhalten haben (XT-Outdoorkamera und blink-sync-Modul) sind beide gut und ordentlich verarbeitet. Die XT-Outdoorkamera macht einen robusten Eindruck und ist durch eine ordentliche Gummidichtung gegen Eindringen von Wasser bestens geschützt.

Praxistest

Bevor wir mit dem Testbericht beginnen, listen wir hier noch die technischen Voraussetzungen für den Betrieb auf. Nicht, dass es böse Überraschungen gibt.

  • Setup: iOS v9.3 oder höher oder Android v4.4 oder höher
  • High-Speed-Internet: DSL, Kabel, FIOS mit mindestens 2 Mbit/Sekunde Upload-Geschwindigkeit
  • Geräte: iPhone, iPad, iPod Touch und/oder Android-Gerät
  • WLAN: 802,11 b/g/n 2,4GHz
  • IP-Konfiguration: DHCP
  • WLAN-Sicherheit: WEP, WPA, WPA2

Sind die oben genannten Voraussetzungen vorhanden, steht einer Einrichtung nichts mehr im Wege.
Diese ist dann relativ einfach und auch selbsterklärend.
Bezüglich der Verbindungen kann man sich den Weg wie folgt vorstellen.
Das sync-Modul hängt im eigenen WLAN, also auf dem Router und die XT-Outdoorkamera hängt dann am sync-Modul.

Installation

Die Installation wird anhand der von blink zur Verfügung gestellten App durchgeführt. Aber auch hier muss der User zunächst ein Kundenkonto bei blink eröffnen. Schade, dass sowas immer noch Voraussetzung ist.

Zu Beginn das Sync-Modul mit dem USB-Ladekabel am Strom anschließen und warten bis die blaue LED anfängt zu blinken. Blinkt diese, die App starten. Nach der Anmeldung in der App wir zunächst nochmals erklärt, was für das System an Komponenten notwendig ist. Dann aber geht es los. Zur Einrichtung des sync-Moduls benötigt man dessen Seriennummer, welche auf der Rückseite vorhanden ist und logischerweise die WLAN-Zugangsdaten.
Klickt man in der App dann auf “Weiter”, will sich das Sync-Modul mit den blink-Servern verbinden. Hierbei werden dann die WLAN-Daten abgefragt und man bindet das Sync-Modul ins eigene WLAN, so dass dies dann mit den blink-Servern den Kontakt herstellen kann.
Dies geht dann relativ fix und die App bestätigt dann das Hinzufügen des Sync-Moduls.
Man sollte aber darauf achten, dass man an seinem Router eine etwa vorhandene MAC-Adresse-Sperre kurzzeitig abschaltet, da sonst das Sync-Modul nicht mit dem Router kommunizieren kann. Nach dem Einrichten kann man die Sperre ja wieder setzen.

Nun kann mit der Einrichtung einer Kamera begonnen werden.
Geht man dann also in der App auf das große Pluszeichen, werden einem die möglichen Kameramodelle angezeigt. Hier wählt man dann die gewünschte Kamera aus.
In einem kurzen Video wird dann erklärt, wie man z.B. die XT-Outdoorkamera öffnet, die Batterien einlegt und wo man die Seriennummer findet, die für die Einrichtung notwendig ist.
Hat man das Video angeschaut und geht auf Weiter wird nochmals beschrieben was alles zur Einrichtung notwendig ist. Mit einem erneuten Klick auf Weiter kommt man dann zum Eingabefeld der 9-stelligen Seriennummer. Alternativ kann auch hier der QR-Code abgescannt werden.
Dann weiter klicken und die Kamera wird mit dem Sync-Modul verbunden.

Der Einrichtungsprozess ist dann beendet und dauert im Grunde keine 10 Minuten.
Anklicken um

Montage der Kamera

Bei der Kamera liegt eine Halterung bei, mit welcher man die Kamera an einer Wand oder Decke befestigen kann. Es macht Sinn den Montageort anhand der App auszuwählen. Also Kamera starten und in der App schauen, was alles auf dem Bild ist und die Kamera entsprechend ausrichten.
Man sollte am Montageort auch darauf achten, dass keine Äste von Bäumen oder Sträuchern in den Erfassungsbereich der Kamera ragen, da diese ansonsten bei starkem Wind die Kamera aktivieren, was dann logischerweise zu Fehlalarmen führt.
Hat man dann einen geeigneten Ort gefunden, schraubt man die Halterung fest und befestigt daran die Kamera. Die Halterung selber ist dann noch verstellbar, so dass man hier ein wenig flexibel ist.

Möglichkeiten der Einrichtung

Ruft man die Einstellungsmöglichkeiten in der App auf, so gibt es hier folgende Bereiche:

Übersicht
Hier wird der Name der Kamera angezeigt, welcher frei wählbar ist. Macht bei mehreren Kameras Sinn, damit man weiß, bei welcher Kamera der Alarm ausgelöst wurde.

Überwachung
Der Batteriestatus der Kamera wird angegeben, so dass man erkennt, wann die Batterie zu wechseln ist.

Die Temperaturüberwachung befindet sich noch im Beta Stadium. Hier kann man einstellen, ab welchen Temperaturwerten ein Alarm ausgelöst werden soll. Diese Funktion hatten wir nicht im Test, da eine Temperaturüberwachung eigentlich für den normalen Anwender sicherlich nicht so interessant ist.

Bewegungssensor
Dieser Bereich ist eigentlich einer der wichtigsten Einstellungen. Hier kann zunächst mal der Bewegungssensor aktiviert werden.
Dann kann man noch die Reaktivierungszeit einstellen, also ab wann der Sensor nach dem letzten Auslösen wieder aktiv ist.
Im nächsten Schritt kann die Empfindlichkeit eingestellt werden mit den Werten 1-9. Wobei hier 1 am wenigsten empfindlich ist und 9 sehr empfindlich.
Nachfolgend kann man dann die Videolänge noch einstellen, welches beim Aktivieren der Kamera aufgenommen wird.
Wir haben bei der Einrichtung die Werte von “Reaktivierung” und “Empfindlichkeit” auf den Standardeinstellungen belassen und nur die Videolänge auf 20 Sekunden erhöht. Mit diesen Werten haben wir gute Erfahrungen gemacht. Die Empfindlichkeit ist nicht zu hoch, so dass auch ein kleiner Ast, welcher bei uns ins Sichtfehlt hängt, nicht gleich die Kamera bei leichtem oder mittlerem Wind auslöst.
Auch leichter Schneefall bei Nacht löst die Kamera mit diesen Einstellungen nicht aus. Wird der Schnee aber sehr stark, kann es schon mal zur Auslösung kommen.
Definitiv auslösen wird die Kamera mit den Standardeinstellungen aber, wenn eine Katze oder Personen durchs Bild gehen, was ja auch der Sinn der Sache ist.
Der Schieberegler bei “Video stoppen, wenn Aktion endet” bezieht sich darauf, dass die Kamera wird die Aufnahme automatisch beendet, wenn die Bewegung im Sichtfeld endet. Dies macht auch Sinn. So bleibt die Kamera nur dann an, solange sich im Sichtfeld was bewegt und wenn hier keine Bewegung mehr ist, schaltet sie ab.

In Sachen Videospeicherung sei erwähnt, dass die Videos auf den Servern von blink gespeichert und über die App heruntergeladen werden können. Eine Speicherung auf einem eigenen Server oder in einer anderen Cloud ist nicht möglich.
Pro User stellt blink auf dem System einen für bis zu 7,200 Sekunden Video (oder 1,440 Fünf-Sekunden-Ereignisse) zur Verfügung. Wenn das Speicherlimit erreicht ist, werden die ältesten Alarm-Clips durch die neuesten überschrieben.
Die Bilder und Videos werden laut Hersteller in der Grundeinstellung auf den Sicherheitsservern von blink gespeichert. Man ist aber wohl in der Vorbereitung, dass man über den USB-Port des Sync-Moduls dieses mit einem externen Speicher verbinden kann.
Etwas unpraktisch ist die Tatsache, dass die Push-Benachrichtigung erst versandt wird, wenn das Video abgespeichert wurde. Also nicht schon während der Erkennung einer Bewegung. Dies wäre aber sinnvoller, weil man will ja so schnell als möglich eingreifen und nicht erst den Film anschauen, wenn alles vorbei ist.

IR-Strahler
Die XT-Outdoorkamera verfügt über einen Infrarotstrahler um auch in der Nacht noch erkennbare Bilder zu erstellen. Diese macht sie im Übrigen sehr gut. Man kann auf den Bildern und Filmen sehr gut was erkennen.
In diesem Einstellungsbereich kann man den IR-Strahler entweder aktivieren, ausschalten oder auf Auto stellen. Wir hatten die Einstellung auf Auto und sind damit gut gefahren.
Die Helligkeit des IR-Strahlers kann man unter “Helligkeit” einstellen. Auch hier muss man einfach schauen, was die beste Einstellung ist. Im Test hat sich “mittel” als gut erwiesen.

Nun kommen noch Einstellungen für Video und Audio ändern.
Zum einen mal die Videoqualität, welche logischerweise auch in Bezug auf die Dateigröße abhängig ist.
Dann kann man noch Audio aktivieren, so dass auch Geräusche mit aufgenommen werden.

Im letzten Bereich “Status” werden diverse Parameter zum Wifi-Netzwerk oder dem Sync-Modul angezeigt.+
Ganz am Ende kann man über einen roten Button die vorhandene Kamera auch löschen.

Automatische Aktivierungszeiten festlegen

Laut der FAQ auf der Webseite des Herstellers soll es über die App möglich sein, dass man die Aktivierungszeiten der Kamera voreinstellen kann. Also wann ist die Kamera auf scharf gestellt und wann nicht. In der entsprechenden FAQ verweist der Hersteller auf eine weitere Seite, die aber nicht erreichbar ist. Innerhalb der App finden sich auch keine entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten.
Also hat man dieses Feature entweder wieder entfernt, oder wurde es gar nicht ausgerollt, wir wissen es leider nicht.
Auf der Supportseite kann man nachlesen, dass dieses Feature wohl aktuell nur für iPhone zur Verfügung steht. Daher lohnt sich wohl öfters der ein oder andere Blick auf die Supportseite http://www.support-for-home.de/updates

Andere Home Systeme

Aktuell kann die blink XT bzw. die blink-Produkte noch nicht in andere Home Systeme integriert werden. Laut der Herstellerseite weiß man aber, dass dieser Wunsch vorhanden ist und steht einer Implementierung nicht negativ gegenüber. Wann jedoch die Umsetzung geplant ist, ist nicht bekannt.
Am besten ist es, wenn man sich ab und an die neuesten Infos auf der Update-Seite anschaut unter http://www.support-for-home.de/updates
Im Übrigen werden die Updates automatisch an das Sync-Modul bzw. die Kameras gesandt.

Batterielaufzeit

Hier gibt blink eine Laufzeit von ca. 2 Jahren an. In anderen Testberichten ist nachzulesen, dass dies aber nicht erreicht wird. Teilweise muss man die Batterien bereits nach 3 Monaten auswechseln. Wir haben das System erst ein paar Wochen im Einsatz, weshalb wir hier keine Aussage treffen können. Die Batterielaufzeit hängt aber auch mit entsprechenden Einstellungen zusammen, wie Videolänge, Qualität oder der Helligkeit des IR-Strahlers.
Vermutlich könnte man die Laufzeit auch noch verlängern, wenn man die Aktivierungszeiten automatisiert, so dass die Kamera nicht immer aktiv ist.



Pro / Contra

Pro

  • Schnelle Einrichtung
  • Gute Bildqualität
  • Gute Reaktionszeit

Contra

  • Einrichtung via App geht nur, wenn ein Kundenkonto angelegt wird
  • Daten liegen auf den Servern des Herstellers
  • Eigene Cloud oder FTP-Server können nicht verwendet werden

Fazit

Die blink XT-Outdoor-Kamera im Set mit dem Sync-Modul für knapp 190 € ist eine interessante Alternative zu anderen Überwachungssystemen, die teilweise mehr Geld kosten.
Das System ist schnell eingerichtet und läuft dann auch sehr stabil. Die Bild- und Videoqualität ist sehr gut und auch bei Nacht kann man noch deutlich alles erkennen.
Wenn man jetzt die Bilder und die Videos auf einem eigenen Server speichern könnte, wäre das optimal. Denn so wüsste man was mit den Daten passiert, was heutzutage wichtiger ist denn je.

Dieses Produkt wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt und das Fazit dieses Tests hat.
Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.

Der Beitrag blink XT Outdoor erschien zuerst auf Outdoortest.info – tested in Nature.

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